Ein Garten kann weit mehr sein als ein Ort für Gemüse und Zierpflanzen. Er kann zu einem lebendigen Schatz an Duft, Heilkraft und Wissen werden. Heilpflanzen verbinden uns mit alten Traditionen und schenken zugleich ganz praktische Unterstützung im Alltag. Wer sie selbst anbaut, erlebt die Natur im Jahreslauf und gewinnt wertvolle Rohstoffe für Tees, Ölauszüge oder Tinkturen. Grundlage dafür ist hochwertiges, samenfestes Saatgut, das an Klima und Standort angepasst ist und seine Eigenschaften über Generationen bewahrt.
Genau hier setzt Hortus officinarum an. Der gemeinnützige Verein widmet sich mit grossem Engagement dem Erhalt und der Vermehrung von Heilpflanzensaatgut. Saatgut wird als Gemeingut verstanden, das für alle verfügbar sein soll. Im Mittelpunkt stehen samenfeste Sorten, die sich im eigenen Garten weiter vermehren lassen. Durch biologisch-dynamischen Anbau und Züchtung entstehen kräftige, wirkstoffreiche Pflanzen. In Zusammenarbeit mit Partnern wie Sativa wird dafür gesorgt, dass diese Qualität Gärtnerinnen und Gärtnern zugänglich bleibt.
Der Anbau startet bei den meisten Heilpflanzen idealerweise zum Saatbeginn im Frühling.
Einjährige Arten wie Kamille oder Ringelblume entwickeln sich rasch und blühen noch im selben Jahr.
Mehrjährige Pflanzen wie Königskerze, Engelwurz, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Johanniskraut, Echinacea oder Baldrian begleiten das Beet über viele Jahre. Entscheidend für gesunden Wuchs ist die richtige Kombination im Beet. Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Sonne, Boden und Wasser sollten nebeneinanderstehen.
Für sonnige und eher trockene Lagen eignen sich beispielsweise Thymian, Lavendel, Salbei, Ringelblume, Schlüsselblume, Königskerze und Echinacea. Eher heikel im Anbau sind Thymian und Lavendel. Sie lieben neben einem sonnigen Standort durchlässige, magere Böden. Salbeiblätter können frisch in der Küche oder getrocknet als Tee oder Gurgellösung genutzt werden. Bei hartnäckigen Erkältungen helfen neben Thymian und Salbei auch die Schlüsselblume und die Königskerze bei Reizhusten. Ihre Blüten enthalten schützende Schleimstoffe, die gereizte Schleimhäute beruhigen und sanfte Saponine, die das Lösen und Abhusten von Schleim erleichtern.
Die Ringelblume ist anspruchslos und dankbar. Sie gedeiht fast überall und sät sich oft wie Kamille selbst aus. Ihre leuchtenden Blüten werden laufend gepflückt und schonend getrocknet. Daraus lassen sich Tee, Tinktur oder ein pflegender Ölauszug herstellen, der später als Grundlage für eine Salbe dient. Die Ringelblume wirkt entzündungshemmend, fördert die Wundheilung und pflegt gereizte oder trockene Haut.
Auf nährstoffärmeren Standorten fühlen sich Johanniskraut und Schafgarbe wohl. Johanniskraut mit seinen goldgelben Blüten wird um die Zeit der Sommersonnenwende geerntet. In Öl eingelegt, entsteht das bekannte Rotöl, das in der Volksheilkunde äußerlich bei Sonnenbrand, Hautreizungen, kleinen Wunden und trockener Haut geschätzt wird und zudem leicht lindernd bei Muskel- oder Gelenkbeschwerden wirken kann. Schafgarbe kann sehr vielseitig angewendet werden, weil sie eine ausgewogene Kombination aus ätherischen Ölen, Bitterstoffen, Gerbstoffen und Mineralstoffen enthält, die gemeinsam verdauungsfördernd, krampflösend, entzündungshemmend und wundheilungsunterstützend wirken.
Kamille gedeiht auf lockerem Boden in voller Sonne. Ihre Blüten werden bei trockenem Wetter gesammelt und luftig getrocknet. Als Tee wirkt sie beruhigend und entzündungshemmend. Zitronenmelisse bevorzugt einen nährstoffreichen, sonnigen bis halbschattigen Platz. Ihr frischer Duft entfaltet sich besonders intensiv vor der Blüte. Ein Rückschnitt fördert neuen Austrieb. Melissentee wird gerne bei innerer Unruhe oder am Abend getrunken.
Für feuchtere und nährstoffreichere Bereiche im Garten eignen sich Engelwurz oder Baldrian. Ihre Blüten locken zahlreiche Insekten an und bereichern die Biodiversität. Bei Baldrian und Engelwurz wird im Herbst die Wurzel geerntet, gereinigt und langsam getrocknet. Als Tee ist Baldrian für seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung bekannt, während Engelwurz in der Volksheilkunde traditionell nicht nur die Verdauung fördert, sondern auch gegen Blähungen, Appetitlosigkeit, Erkältungen und zur Stärkung der allgemeinen Lebenskraft verwendet wird.

Hortus officinarum begleitet diesen Weg mit Wissen, Erfahrung und hochwertigem Saatgut. Auf der Homepage finden Interessierte Informationen zu einzelnen Arten, zu aktuellen Projekten sowie zu Fragen rund um Anbau und Saatgutpflege. Der Verein fördert den Austausch unter Gleichgesinnten und trägt aktiv zur Sicherung der Heilpflanzenvielfalt bei.
Eine Mitgliedschaft bei Hortus officinarum ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Kulturpflanzen. Mit deinem Beitrag unterstützt du die Erhaltung samenfester Heilpflanzensorten als Gemeingut. Gleichzeitig bleibst du über neue Entwicklungen informiert, erhältst vertiefte Einblicke in die Arbeit des Vereins und stärkst ein Netzwerk engagierter Menschen.
Holen Sie sich die Kraft der Heilpflanzen in den Garten. Die Zusammenstellung aus traditionellen Heilkräutern wie Kamille und Johanniskraut eignen sich sehr für die Hausapotheke. Die leuchtenden Blüten der Ringelblume und des roten Sonnenhuts sind nicht nur ein Blickfang, sondern überzeugen auch mit wertvollen Inhaltsstoffen. Baldrian ergänzt das Set als bewährtes Kraut für Entspannung und erholsamen Schlaf. Ein pflegeleichtes Set, das Schönheit und Nutzen verbindet – perfekt für alle, die Heilpflanzen für die Hausapotheke aus eigenem Anbau nutzen.












